Mittwoch, 28. September 2016

Von Friseuren und Wetterberichten

Ich habe mich gestern zum Friseur gewagt, da ich meine Mähne noch bändigen wollte, bevor wir uns nach Kreta machen, um da zwei Wochen durchzuatmen.
Nachdem ich zwanzig Minuten vor meinem Spiegel stand und überlegte, welche Länge ich mir zumute und vergebens einige Promis gegoogelt habe, um nach Inspirationen zu suchen, machte ich mich auf den Weg zu meinem Friseur.
Angekommen, kam ich, zu meinem Glück, direkt dran und bekam auch schon den Umhang um.
"Wie darf es denn sein?"
"Äh... Weiß nicht. Kürzer! Denke ich.."
Naja, jedenfalls tat sie ihre Arbeit und ich saß halt so da.
Ich bin eigentlich ja ein echt redefreudiger Mensch, was bei Friseuren aber nicht zu trifft.
Ich sitze halt da, behalte meine Hände unterm Umhang und höre den Anderen zu. Ich weiß nicht wie viele Minuten ich da saß, bis es einige Sitze weiter, das erste Mal ums Wetter geht. Argh.
Wie kann man sich dauernd darüber beschweren? Gibt es nichts Schlimmeres?

Ständig dieses "Nee. Diese Wetterumbrüche, da krieg' ich ja Migräne."
"Du! Wenn dat da draußn' zu warm is, da geh' ich net vor de Tür! Da krieg' ich es nur wieder mit'm Kopp."
"Nee also mit Migräne, da kannst du mich jagen. Und dann ist da Morgens auch immer so kalt, nech? Da kriegt man ja kalte Füße."
Wem kann man es eigentlich recht machen?

Sonst halt wieder nur die Standardthemen:
"Was macht denn die Schule?"
"Weißt du schon was du danach machst?"  übrigens ganz schlechtes Thema bei mir...
"Diese ganzen Baustellen schon wieder.."

Naja als sie fertig war, war ich richtig überzeugt von ihrem Werk.
Ach, eigentlich liebe ich Friseurbesuche.
Das Gefühl danach und die ganzen Wetterberichte und das ewige Lamentieren, der anderen Kunden.


Mein Song zum Text: "Durch den Monsun" - Annett Louisan

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